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Wirtschaftsmonitoring Hessen

Warum die Industrie für Hessen zählt

Die Industrie ist ein zentraler Treiber für Produktivität, Innovation und Wohlstand – auch in Hessen. Sie arbeitet produktiv, bezahlt attraktive Löhne, treibt Forschung und Innovation voran und sichert auch in ländlichen Regionen Arbeitsplätze, wie Studie im Auftrag der Arbeitgeberverbände HESSENMETALL und HessenChemie zeigt. Doch der Industriestandort steht unter erheblichem Druck.

Wir nehmen die Studienergebnisse zum Anlass, um mit Schlüsselkennzahlen aufzuzeigen, wie sich Hessen und die dort ansässige Industrie weiterentwickelt und ob die Politik die richtigen Maßnahmen umsetzt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Hessen zu verbessern.

Kurzer Hinweis zur Lesart

Die Kennzahlen stammen aus unterschiedlichen Quellen und beziehen sich immer auf den jeweiligen aktuellen Rand. Das jeweils angegebene Jahr zeigt, auf welchem Datenstand die Kennzahl beruht. Die Industrie wird in der Studie grundsätzlich als Verarbeitendes Gewerbe definiert.

Bedeutung der Industrie

Die Industrie bleibt ein besonders produktiver Teil der Wirtschaft. Ihre Bedeutung reicht über die Fabriktore hinaus: Sie stärkt Forschung und Innovation, schafft Nachfrage bei Dienstleistungsunternehmen und stabilisiert viele ländliche Regionen. Doch die relative Bedeutung der Industrie nimmt ab. In Hessen ist der Anteil der Industrie an der gesamten Wirtschaftsleistung seit 2016 durchgehend zurückgegangen.

Status Quo: Die Industrie ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor in Hessen – aber unter Druck

Die Industrie gehört weiterhin zu den wirtschaftlich bedeutendsten Bereichen Hessens. Ihr Anteil an der hessischen Wertschöpfung ist jedoch seit Jahren rückläufig und auch die Beschäftigung ist gesunken. Zusammengefasst: Die industrielle Basis ist noch stark, steht aber unter zunehmendem Wettbewerbsdruck.

Beschäftigte in der Industrie
Die Anzahl Beschäftigter im Verarbeitenden Gewerbe (Industrie) gibt Auskunft über die Branchenstruktur einer Region und stellt die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (am Arbeitsort) im Verarbeitenden Gewerbe dar.
Hessen (2025)
416.695
Personen
Einordnung

Die Zahl zeigt, wie viele Menschen im Verarbeitenden Gewerbe am Arbeitsort Hessen sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Sie ist ein Maß für die unmittelbare Größe der Industrie, erfasst aber nicht die zusätzlichen Arbeitsplätze bei Zulieferern und Dienstleistern.

Aktualisiert: 09.02.2026 · Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen
Wertschöpfung in der Industrie
Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe in Hessen. Die Bruttowertschöpfung umfasst den Wert der in der Industrie produzierten Güter abzüglich der Vorleistungen, die dafür benötigt werden.
Hessen (2025)
51,8
Milliarden Euro
Einordnung

Die Industrie erzeugt eine relativ hohe Bruttowertschöpfung mit vergleichsweise wenigen Beschäftigten. Das ist ein erster Hinweis auf ihre hohe Produktivität.

Aktualisiert: 04.09.2026 · Quelle: VGR der Länder, eigene Berechnungen
Anteil Industrie an der Bruttowertschöpfung
Die Industriequote zeigt den Anteil der Bruttowertschöpfung des Verarbeitenden Gewerbes an der gesamten Bruttowertschöpfung.
2024, Prozent
Karte wird geladen...
Einordnung

Die Industrie prägt vor allem in Nord- und Mittelhessen die Wirtschaftsstruktur vieler Kreise. Dort sind Industrieunternehmen häufig wichtige Arbeitgeber und tragen wesentlich zur regionalen Wertschöpfung bei.

Aktualisiert: 30.04.2026 · Quelle: eigene Berechnung auf Basis der VGR der Länder

Hohe Produktivität der Industrie ermöglicht attraktive Arbeitnehmerentgelte

Die Industrie erwirtschaftet je Erwerbstätigen mehr Wertschöpfung als der hessische Dienstleistungssektor. Diese höhere Produktivität schafft Spielräume für attraktive Arbeitnehmerentgelte und stärkt damit Einkommen, Nachfrage und öffentliche Einnahmen.

Produktivität je Erwerbstätigen (2024)
Die Produktivität misst die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen und gibt Aufschluss über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.
105.318
+14,4 %zur durchschnittlichen Produktivität in Hessen
+24,5 %zur durchschnittlichen Produktivität in Deutschland
Einordnung

Die Produktivität misst, wie viel Bruttowertschöpfung rechnerisch auf eine erwerbstätige Person entfällt. Der Wert zeigt, wie leistungsfähig ein Wirtschaftsbereich im Verhältnis zu seinem Arbeitseinsatz ist. Je höher die Produktivität ausfällt, desto mehr Spielräume haben die Unternehmen für attraktive Löhne und Gehälter. Die Industrie liegt bei der Produktivität deutlich über dem Dienstleistungssektor. Dieser Vorsprung ist ein zentraler Grund für ihre große Bedeutung für den Wohlstand.

Aktualisiert: 30.04.2026 · Quelle: eigene Berechnung auf Basis der VGR der Länder und Daten der Bundesagentur für Arbeit
Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer (2024)
Das durchschnittliche Arbeitnehmerentgelt umfasst Bruttolöhne und -gehälter sowie Sozialbeiträge der Arbeitgeber.
73.194
+18,0 %zum durchschnittlichen Arbeitnehmerentgelt in Hessen
+31,6 %zum durchschnittlichen Arbeitnehmerentgelt in Deutschland
Einordnung

Höhere Arbeitnehmerentgelte spiegeln unter anderem die höhere Produktivität und die Qualifikationsanforderungen in der Industrie wider.

Aktualisiert: 30.04.2026 · Quelle: eigene Berechnung auf Basis der VGR der Länder und Daten der Bundesagentur für Arbeit

Die Industrie stärkt die ländlichen Räume in Hessen

Industrie findet in Hessen nicht in erster Linie in den großen Städten, sondern vor allem in ländlichen Räumen statt. Ein großer Teil der Industriebeschäftigten arbeitet außerhalb der urbanen Zentren. Dadurch wirkt die Industrie mit ihren vielen hidden champions in vielen ländlichen Regionen als zentraler wirtschaftlicher Anker.

Verteilung der Beschäftigten (am Arbeitsort) in den jeweiligen Branchen
Die Darstellung vergleicht, wo Beschäftigte verschiedener Branchen arbeiten. In der Industrie liegt der Schwerpunkt deutlich stärker in ländlichen Räumen als etwa bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen oder Information und Kommunikation.
Industrie
21,5%
78,5%
Information und Kommunikation
61,8%
38,2%
Finanz- und Versicherungsdienstleistungen
71,2%
28,8%
städtische Räume
ländliche Räume
Einordnung

Die regionale Verteilung erklärt, warum Industriepolitik auch Regionalpolitik ist: Wenn industrielle Arbeitsplätze verloren gehen, betrifft das häufig ganze regionale Arbeitsmärkte und nicht nur einzelne Unternehmen.

Aktualisiert: 30.04.2026 · Quelle: eigene Berechnungen auf Grundlage von Statistisches Bundesamt; Statistische Ämter des Bundes und der Länder; Bundesagentur für Arbeit
Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort im Verarbeitenden Gewerbe
Die Karte zeigt, in welchen Regionen die Industrie besonders stark zur Beschäftigung beiträgt. Hohe Werte weisen auf eine starke industrielle Prägung des regionalen Arbeitsmarktes hin. Sie sind zugleich ein Hinweis darauf, dass die Region besonders von der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Industrieunternehmen abhängt.
2025, %
Karte wird geladen...
Aktualisiert: 09.02.2026 · Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen

Exzellenter Forschungsstandort

Hessen verfügt über eine leistungsfähige Forschungs- und Hochschullandschaft. Für die Industrie ist sie besonders wertvoll, weil neue Technologien, qualifizierte Fachkräfte und anwendungsnahe Kooperationen die Grundlage für künftige Wettbewerbsfähigkeit bilden. Außerdem stärken Ausgründungen den Industriestandort Hessen.

MINT-Forschungseinrichtungensdichte
Die Anzahl der MINT-Forschungseinrichtungen ist ein wichtiger Indikator für das Innovationspotenzial einer Region. MINT-Forschungseinrichtungen können auch eine wichtige Rolle bei der Ausbildung von Hochqualifizierten einnehmen. Für diesen Indikator werden einzelne Institute von Einrichtungen gezählt. Zusätzlich werden lokale Ausstrahlungseffekte berücksichtigt, wodurch auch Nachbarkreise von MINT-Forschungseinrichtungen profitieren. Die Strahlkraft von MINT-Forschungseinrichtungen bricht nicht an Kreisgrenzen ab. Die Werte sind als eine Approximation für die vorhandene Forschungslandschaft zu interpretieren, jedoch nicht direkt als MINT-Forschungseinrichtungen je 1.000.000 Einwohner. Die Basis dieses Indikators ist die Datenbank GERiT der deutschen Forschungsgemeinschaft.
2026, je 1.000.000 Einwohner
Karte wird geladen...
Einordnung

Die Kennzahl zeigt, wie dicht Forschungseinrichtungen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik in einer Region vertreten sind. Die regionale Ausstrahlung wird dabei berücksichtigt: Forschung wirkt häufig auch über die Grenzen des Kreises hinaus. Die Karte zeigt eindrücklich die herausragende Bedeutung Darmstadts für den MINT-Standort Hessen, aber auch ländlich geprägte Räume wie der Landkreis Marburg-Biedenkopf oder der Odenwaldkreis sind wichtige Ausbildungsstätten.

Aktualisiert: 15.09.2026 · Quelle: Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V., IW Consult
Patentanmeldungen am Erfindersitz
Die Zahl misst patentierte Erfindungsaktivität, nicht die gesamte Innovationsleistung. Nicht jede Innovation wird patentiert und Patente unterscheiden sich in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung.
2022, je 100.000 Beschäftigte (Wohnort)
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Einordnung

Patente zeigen, wo Erfindungen entstehen. Patente sind insbesondere in Branchen wie der Automobil- und Pharmaindustrie von zentraler Bedeutung zum Schutz geistigen Eigentums. Patentaktive Unternehmen sind forschungsstark. Sie zeichnet in der Regel eine hohe Wettbewerbsfähigkeit aus. Die Zuordnung zum Erfindersitz macht sichtbar, in welchen Regionen besonders viel technisches Wissen entwickelt wird im Gegensatz zu einer Zuordnung zum Anmeldersitz, der in der Regel die Firmenzentrale ist.

Aktualisiert: 14.01.2026 · Quelle: IW Köln (IW-Patentdatenbank), Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen

Top-Universitäten in Hessen

World University Ranking 2026

Die World University Rankings (WUR) von Times Higher Education bewerten Universitäten weltweit nach Kriterien wie Lehre, Forschung, Wissenstransfer und internationale Ausrichtung.
Einordnung

Universitäten sind ein zentraler Akteur in erfolgreichen Innovationsökosystemen. Exzellente Universitäten ziehen exzellente Studierende an, die wiederum als potenzieller Hochqualifiziertenpool für die Unternehmen dienen. Außerdem wirken Ausgründungen positiv auf den Standort, erstens durch die eigene Wertschöpfung und Beschäftigung, zweitens durch Innovationskooperationen mit bestehenden Unternehmen und drittens durch Innovationsimpulse im Rahmen von Lieferverflechtungen, also bspw. durch die Implementierung digitaler Geschäftsmodelle in Industrieunternehmen.

Aktualisiert: 30.04.2026 · Quelle: Times Higher Education World University Rankings 2026

Rund jeder fünfte Euro und Arbeitsplatz in Hessen hängt an der Industrie

Die wirtschaftliche Bedeutung der Industrie endet nicht bei den direkt Beschäftigten in Produktionsunternehmen. Industrieunternehmen kaufen Leistungen bei Logistikern, IT-Anbietern, Ingenieurbüros, Finanzdienstleistern und vielen weiteren Unternehmen ein, was als indirekter Effekt bezeichnet wird. Im induzierten Effekt werden die Löhne und Gehälter der Beschäftigten im direkten und indirekten Effekt berücksichtigt und die durch deren Konsumausgaben entstehenden Jobs in weiteren Branchen wie Gaststätten oder Handwerkern dargestellt. Durch die direkten Effekte der Industrie entsteht also eine erhebliche zusätzliche Wertschöpfung und Beschäftigung im Dienstleistungssektor.

Wertschöpfung direkt in der Industrie in Hessen
Anteil der Wertschöpfung, der direkt in der Industrie entsteht.
15,0%
Wertschöpfung abhängig von der Industrie in Hessen
Anteil der Wertschöpfung in Hessen, der direkt und indirekt an der Industrie hängt.
21,0%
Beschäftigung direkt in der Industrie in Hessen
Anteil der Beschäftigung, der direkt in der Industrie entsteht.
12,6%
Beschäftigung abhängig von der Industrie in Hessen
Anteil der Beschäftigung in Hessen, der direkt und indirekt an der Industrie hängt.
18,7%

Rund jeder fünfte Euro und Arbeitsplatz in Hessen hängt direkt oder mittelbar mit der Industrie zusammen. Die Zahl ist deshalb größer als der unmittelbare Anteil der Industrie an Wertschöpfung und Beschäftigung.

Jeder Euro direkter industrieller Wertschöpfung löst zusätzlich etwa 0,40 Euro Wertschöpfung aus. Jeder direkte Industriearbeitsplatz steht zusätzlich für etwa 0,48 weitere Arbeitsplätze in Hessen. Der Beschäftigungshebel ist größer als der Wertschöpfungshebel, weil die Nachfrage der Industrie in Zulieferbranchen und durch zusätzliche Konsumausgaben mehr Arbeitsplätze je Euro Wertschöpfung auslöst als zusätzliche Wertschöpfung. Diese Bereiche sind häufig beschäftigungsintensiver als industrielle Produktion, während die Industrie produktivitätsstärker ist.

Chemie- und Pharmaindustrie ist in Hessen stark ausgeprägt und sehr produktiv

Die Chemie- und Pharmaindustrie ist eine besondere Stärke des hessischen Industriestandorts. Die Pharmaindustrie ist weit überdurchschnittlich produktiv und hat an Bedeutung gewonnen. Die energieintensive Chemieindustrie steht zugleich wegen hoher Energiekosten und des notwendigen Umbaus zu klimaverträglichen Produktionsverfahren unter Druck.

Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort
Die Chemie- und Pharmaindustriequote zeigt den Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Chemie- und Pharmaindustrie an allen Beschäftigten.
Wirtschaftszweige 20 und 21, 2024, Prozent
Karte wird geladen...
Einordnung

Die Quote zeigt, welchen Anteil die Chemie- und Pharmaindustrie an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einer Region hat. In vielen Regionen Hessens sind die Beschäftigungsanteile der Chemie- und Pharmaindustrie überdurchschnittlich ausgeprägt. Vor allem der Süden Hessens und Darmstadt profitieren von der Wettbewerbsstärke und der hohen Produktivität der beiden Industrien.

Aktualisiert: 30.04.2026 · Quelle: eigene Berechnungen auf Basis der VGR der Länder und Daten der Bundesagentur für Arbeit
Beschäftigte in der Chemie- und Pharmaindustrie
Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Chemie- und Pharmaindustrie in Hessen.
Hessen (2025)
62.412
Beschäftigte
Einordnung

Die Zahl beschreibt die unmittelbare Beschäftigungsgröße der Branche in Hessen. Hinzu kommen Arbeitsplätze bei Zulieferern, Dienstleistern und in nachgelagerten Bereichen.

Aktualisiert: 04.09.2026 · Quelle: eigene Berechnungen auf Basis von Daten der Bundesagentur für Arbeit
Bruttowertschöpfung in der Chemie- und Pharmaindustrie
Hessen (2025)
11,3
Milliarden Euro
Einordnung

Die Bruttowertschöpfung umfasst den Wert der in der Chemie- und Pharmaindustrie produzierten Güter abzüglich der Vorleistungen, die dafür benötigt werden.

Aktualisiert: 04.09.2026 · Quelle: eigene Berechnungen auf Basis der VGR der Länder
Produktivität der Chemie- und Pharmaindustrie
Bruttowertschöpfung in € je Erwerbstätigen
Die Produktivität misst die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen in der Chemie- und Pharmaindustrie.
Hessen (2025)
180.293€ je Erwerbstätigen
+4,7 % seit 2016
Deutschland (2025)
156.585€ je Erwerbstätigen
+3,7 % seit 2016
Einordnung

Die Branche erzielt je Erwerbstätigen eine besonders hohe Wertschöpfung. Das gilt insbesondere für die Pharmaindustrie. Die Kennzahl erklärt ihre überdurchschnittliche Bedeutung für den Standort, weil dadurch attraktive Lohnspielräume entstehen.

Aktualisiert: 04.09.2026 · Quelle: eigene Berechnungen auf Basis der VGR der Länder und Daten der Bundesagentur für Arbeit

M+E-Industrie: Unterdurchschnittliche Entwicklung der im Vergleich zu Deutschland

Die Metall- und Elektroindustrie ist ein Kern der industriellen Wertschöpfung in Hessen. Sie umfasst unter anderem Maschinenbau, Fahrzeugbau, Elektronik und weitere technologieintensive Bereiche. Ihre Unternehmen sind eng mit Zulieferern, Dienstleistern und internationalen Märkten verbunden.

Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort
Die M+E-Industriequote zeigt den Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie an allen Beschäftigten.
Wirtschaftszweige 24-33, 2024, Prozent
Karte wird geladen...
Einordnung

Die Beschäftigungsquote zeigt, wie stark eine Region durch die Metall- und Elektroindustrie geprägt ist. Besonders hohe Werte weisen auf Regionen hin, in denen die Branche für Arbeitsplätze und Einkommen eine überdurchschnittliche Rolle spielt. Insbesondere Mittel- und Nordhessen profitiert von der überdurchschnittlichen Prägung durch M+E-Unternehmen. Aktuell sehen sich viele M+E-Unternehmen großen Herausforderungen durch die 4 Ds – Digitalisierung, Dekarbonisierung, demografischer Wandel und Deglobalisierung – ausgesetzt, die zusätzlich zu den Standortherausforderungen mit hohen Energie- und Arbeitskosten, hohen Steuerlasten und bürokratischen Lasten bewältigt werden müssen.

Aktualisiert: 30.04.2026 · Quelle: eigene Berechnungen auf Basis der VGR der Länder und Daten der Bundesagentur für Arbeit
Beschäftigte in der M+E-Industrie
Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Hessen.
Hessen (2025)
265.150
Beschäftigte
Einordnung

Die Zahl beschreibt die unmittelbare Beschäftigungsgröße der Branche in Hessen. Hinzu kommen Arbeitsplätze bei Zulieferern, Dienstleistern und in nachgelagerten Bereichen.

Aktualisiert: 04.09.2026 · Quelle: eigene Berechnungen auf Basis von Daten der Bundesagentur für Arbeit
Bruttowertschöpfung in der M+E-Industrie
Hessen (2025)
29,5
Milliarden Euro
Einordnung

Die Bruttowertschöpfung umfasst den Wert der in der Metall- und Elektroindustrie produzierten Güter abzüglich der Vorleistungen, die dafür benötigt werden.

Aktualisiert: 04.09.2026 · Quelle: eigene Berechnungen auf Basis der VGR der Länder
Produktivität der M+E-Industrie
Bruttowertschöpfung in € je Erwerbstätigen
Die Produktivität misst die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen in der M+E-Industrie.
Hessen (2025)
111.098€ je Erwerbstätigen
+18,2 % seit 2016
Deutschland (2025)
115.789€ je Erwerbstätigen
+25,4 % seit 2016
Einordnung

Die Produktivität zeigt, wie viel Wertschöpfung je Erwerbstätigen entsteht. Der Vergleich mit Deutschland macht sichtbar, ob Hessen bei der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Branche aufholen kann. Seit 2016 ergänzt die Produktivitätsentwicklung das Bild einer Industrie unter Druck: Deutschlandweit wuchs die industrielle Produktivität deutlich stärker als in Hessen.

Aktualisiert: 04.09.2026 · Quelle: eigene Berechnungen auf Basis der VGR der Länder und Daten der Bundesagentur für Arbeit
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Die Bestandsaufnahme zeigt, welche Bedeutung die Industrie heute hat und wo sie unter Druck steht. Die Roadmap richtet den Blick nach vorn: Welche Voraussetzungen braucht Hessen, damit Unternehmen investieren, innovieren und Arbeitsplätze sichern können? Dabei konzentriert sich die Roadmap auf Stellschrauben, die innerhalb Hessens bewegt werden können. Das Monitoring verfolgt, ob sich bei Bürokratie, Infrastruktur und Innovation messbare Fortschritte ergeben.

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